Aufgabe:
Statt erst ab 1.1.1900 soll die Anzahl Tage bzw. DATEDIF zwischen dem vorherigen Datum A1 und dem späteren A2 für alle Datümer ab der christlichen Zeitenwende funktionieren. Die Eingabe des Datums kann dabei als String oder Datum in der deutschen Reihenfolge ['][T]T.[M]M.[J][J][J]J erfolgen. Die eingeklammerten Stellen können dabei auch weggelassen werden. Will man also den 4. Mai des Jahres 4 n.Chr. eingeben, wäre dies '4.5.4, da 4.5.4 ohne Apostroph in 4.5.2004 gewandelt würde. Beim 4.5.1872 ermöglicht Excel ja schon von selbst nichts anderes als eine Eingabe, die Text wird.
Lösung:
B1: =WENN(ISTZAHL(A1);A1+730485;
--(LINKS(A1;SUCHEN(".";TEIL(A1;4;9))+3)&TEIL(A1;SUCHEN(".";TEIL(A1;4;9))+4;9)+2000))
in B2 kopieren und dann
=B2-B1-(B1<614627)*(B2>614626)*10 für die Differenz in Tagen oder
=DATEDIF(B2;B1;...) verwenden (siehe auch hier)
B:B als T.M. formatieren, damit das Jahr nicht verwirrt!
Anmerkungen:
http://www.excelformeln.de/formeln.html?welcher=1 hat hier schon echte Fleißarbeit vorgelegt (auch für "vor der Zeitenwende"); http://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender oder auch dies zeigen hierfür die zu beachtenden Problematiken auf.
Die örtlich zu verschiedenen Zeiten erfolgte Weglassung von 10 Tagen, die den Wechsel vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender mit sich brachte, ist in der Lösung als -(B1<614627)*(B2>614626)*10 für die Länder berücksichtigt, die Papst Gregor XIII sofort folgten (z.B. Italien; muss für andere Länder angepasst werden).
Gedanklich sei dabei folgendes erlaubt: Die Anzahl Tage muss diese Korrektur (B3) auf jeden Fall enthalten. Was aber ist mit DATEDIF? Meine Meinung ist, dass der Ausdruck Monat z.B. im Jahr 1582 (Italien) beim um 10 Tage verkürzten Oktober unangetastet bleiben muss: Der Monat ist kein exakt bestimmbares Zeitintervall, wenn man ihn als ein ganzzahliges Vielfaches eines Tages benötigt. Somit sollte DATEDIF nicht korrigiert werden.